Resonanz

Kieler Nachrichten vom 21.12.10

Lässig abgehangen: Blues mit Sixties-Appeal
Hard Workin‘ Men spielten Weihnachtliches vor großem Publikum im Statt-Café

von Karen Jahn

Nur noch ein paar Mal wach werden, dann ist es soweit – höchste Zeit für das Kieler Blues-Quartett Hard Workin‘ Men, eine ihrer Traditionen zu pflegen. Andre Höhn (Gesang, Harp, Gitarre), Bernd Pridat (Gitarre, Gesang), Bob Bruce (Schlagzeug) und Wilhelm Happe (Bass) luden zum Nikolaus-Bluesabend ins Kieler Statt-Café ein und servierten so einige Songs, die sie zum Thema rund um Santa Claus ausgegraben hatten.

Weihnachten, dass ist die gefühlsduselige Zeit, in der man schon mal ordentlich den Blues kriegen kann. Kein Wunder also, dass so manch einschlägiger Musiker seine winterlich gefärbten Songs in die Annalen der Musikgeschichte einschrieb. Hard Workin‘ Men spielen diese Songs, ordentlich abgehangen, lässig, die Harp klagt, der Bass swingt und der Beat treibt behäbig voran. Hank Williams bekommt einen Hauch von Jazz verpasst und wird zudem in einigen Passagen textlich verdeutscht: „Solange haben wir nichts gehört, ich dachte schon, dich gibt’s nicht mehr. Wie sehr mir dein Flüstern gefehlt hat“. Das klingt zwar gewöhnungsbedürftig, aber ordentlich bluesig.

Das Publikum: zahlreich und immer mehr werdend. Wieder und wieder teilt sich der schwere Vorhang, und winterlich dick eingemummelte Gestalten kommen hinzu. Tische und Stühle sind längst besetzt, wer zuhören möchte, muss sich irgendwo dazustellen. Hard Workin‘ Men trotzen der unruhigen Kulisse mit doch sehr lautem Gesprächs- und Geräuschpegel. Sie bluesen, swingen und rocken sich – mit unüberhörbarer Liebe zum Sixties-Beat – durch bekannte und weniger bekannte Stücke, darunter That’s All Right Mama, mit dem Elvis Presley reich wurde, Christmas von Phil Spector oder auch Songs von „jungen Wilden“ wie Robert Cray. Herzschmerz gibt’s natürlich genug, etwa mit Blue Christmas von Billy Hayes und Jay Johnson, das sowohl Elvis als auch Johnny Cash sangen. Zwischen den Stücken, das macht den Abend mit den Vieren ungleich interessanter, wissen sie manch eine Geschichte über die einzelnen Songs zu erzählen. Musikalisch – auch unter räumlichen Soundbedingungen, die nicht ganz so prickelnd waren – obere Liga, was die vier Herren da in die winterliche Nacht schickten. Weihnachten kann kommen.

 

Kieler Nachrichten vom 17.6.08

Kulturforum feierte mit Büfett und Blues

… Auf die Besucher wartete neben Sektempfang, Begrüßungsreden und Büfett das breite musikalische Spektrum der Rhythm and Blues Band „hard workin‘ men“. Die vier Musiker spielten nicht nur Bluessongs, sondern flochten auch Lyrik ein. Altbekannte Lieder präsentierten sie in Originalversion, aber auch in neu bearbeiteter Form.

(10 Jahre Kulturforum Molfsee, Jubiläumsfeier in der Räucherkate am Freilichtmuseum)

 

Lecker Kurier vom 21.6.06

„hard workin‘ men“ aus Kiel spielten im „Peppone“

Da hat der Freundeskreis „Musik bei Peppone“ für den ersten Musikabend einen tollen Griff getan. Mit den „hard workin‘ men“ spielten Musiker, denen man die Freude und den Spaß an der Musik ansah und anhörte. Und wer trotz Fußball-Weltmeisterschaft nach dem ersten Spiel der Deutschen Mannschaft und deren Sieg den Weg ins Peppone nahm, hat dieses nicht bereut. Im Gegenteil, er wurde belohnt mit hervorragender Musik. Von Blues bis Rock’n Roll, von „The pusher“ (aus dem Easy Rider-Film) bis Bob Dylan, von Creedence Clearwater Revival mit „Proud Mary“ bis zu Pink Floyd mit „Wish you were here“, von den Beatles über Westemhagen bis hin sogar zu Freddy – die Jungs hatten ein breites musikalisches Spektrum. Und bei der Qualität ihrer Darbietung waren „hard workin‘ men“ bestimmt nicht zum letzten Mal in Leck.

www.bluesquartett.de